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Samstag, den 01. Oktober 2016

Zahnzusatzversicherung Vergleich

Zahnversicherung vergleichen bei Zahnzusatzversicherungsvergleich.org

Als gesetzlich Versicherter müssen Sie immer wieder feststellen, dass sich das Leistungsniveau in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Zahnbehandlung und Zahnersatz seit Jahren verringert. Eine Entwicklung, die auch in Zukunft erwartbar ist, da der Kostendruck in den Krankenkassen eher steigt als abnimmt. Abhilfe verschafft eine private Zahnzusatzversicherung. So können Sie Kosten für Behandlungen übernehmen lassen, die von der GKV nicht mehr bezahlt werden - die aber häufig notwendig sind, damit eine optimale Behandlung durch den Zahnarzt erfolgen kann.

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Informationen zur Zahnzusatzversicherung

Letzte Text Anpassung: 18.08.2015

Ein strahlendes Lächeln wird für viele Deutsche zunehmend wichtiger. Dabei geht es mitunter nicht nur um den ästhetischen Aspekt. Wer beim Lächeln strahlend weiße Zähne und ein vollständiges Gebiss präsentieren kann, hinterlässt den Eindruck einer guten Allgemeingesundheit. Denn was Experten bereits seit einiger Zeit wissen, setzt sich in den Köpfen vieler Verbraucher erst langsam durch. Die Gesundheit beginnt im Mund - Krankheiten aber auch. Beispielsweise besteht der Verdacht einer Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Diabetes Typ II. Und die Entzündung des Zahnfleischs steht im Verdacht, mit noch ganz anderen Erkrankungen (wie Herzinfarkt und Schlaganfall) in Beziehung zu stehen.

 

 

Zusatzversicherungen gesamt

Zahnzusatzversicherungen

2013

23.524.500

13.821.800

2012

23.070.900

13.574.400

2011

22.498.900

13.218.800

2010

21.969.400

12.192.100

2009

21.478.400

12.382.200

2008

20.983.200

11.769.700

2007

20.009.400

10.794.300

Entwicklung der Zahnzusatzversicherung im Verhältnis zum gesamten Markt der Zusatzversicherungen in den Jahren zwischen 2007 bis 2013 (Quelle: Zahlenberichte des PKV – Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.)

Allerdings ist es für Patienten in der Vergangenheit schwieriger geworden, ihre Zahngesundheit zu erhalten. Gerade im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung hat ein zunehmender Kostendruck unangenehme Auswirkungen, die Betroffene unter anderem beim Zahnersatz zu spüren bekommen. Für gesetzlich Versicherte werden in der Regel nur noch Leistungen übernommen, die als medizinisch notwendig gelten. Ob diese Art der Behandlung allerdings langfristig der Zahngesundheit dient oder eher den Budgets der Krankenkassen, steht auf einem anderen Blatt.

Zahnzusatzversicherung: Wie viel ist Ihr Lächeln wert?

Frau mit schönen ZähnenWollen Sie Ihre Zähne über die nötigste Versorgung hinaus fit und gesund halten, bleiben nur wenige Möglichkeiten. Eine Option ist der Griff ins eigene Portemonnaie. Allerdings rechnen Zahnärzte dann auf Grundlage der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) ab, was allein durch die Hebelsätze teuer werden kann. Inzwischen hat sich eine weitere Alternative entwickelt - die Zahnzusatzversicherung. Letztere ist ein privatrechtlicher Versicherungsvertrag, der Ihnen als Versicherungsnehmer ein gewisses Leistungsspektrum zusichert, wenn Sie zum Zahnarzt müssen.

Diese Zusatzversicherungen sind seit einiger Zeit das zweite Standbein vieler privater Versicherungsgesellschaften und erfreuen sich eines regen Zulaufs. Allerdings ist die Zahnzusatzversicherung kein Ersatz für die GKV als Krankheitskostenvollversicherung, sie baut den bereits bestehenden Schutz lediglich aus. Und als Angebot der privaten Krankenversicherer müssen gesetzlich Versicherte hier mit einigen Besonderheiten rechnen. Beispielsweise richtet sich die Prämie nicht nach dem Einkommen, sondern hängt von den versicherten Leistungen, dem Gesundheitszustand und Ihrem Eintrittsalter ab. Zudem basiert die Zahnzusatzversicherung nicht auf dem Sachleistungsprinzip - es wird mit dem System der Kostenerstattung gearbeitet.

Wichtig: Viele Zahnzusatzversicherungen setzen die Mitgliedschaft der Versicherungsnehmer in einer gesetzlichen Krankenversicherung voraus. Erlischt deren Versicherungsschutz, endet im Regelfall auch der Schutz, den die Zahnversicherung bislang geboten hat.


Kostenrisiko Karies - Zahnbehandlungen werden teurer

Der Besuch beim Zahnarzt ist mitunter eine nervenaufreibende Angelegenheit. Allerdings weniger im Sinne der Angst vor dem Bohrer - sondern vor dem Hintergrund der entstehenden Kosten. Während Behandlungen - wie das Entfernen von Karies und die Füllung entstandener Löcher - aus Sicht vieler Patienten normalerweise völlig unproblematisch ist, reißt der Zahnersatz schnell tiefe Löcher in die Haushaltskasse. Der Grund: Seit 2005 gilt für gesetzlich Versicherte das befundorientierte Festzuschusssystem.

Dabei wird jeder Diagnose eine spezifische Behandlung (die als medizinisch notwendig eingestuft ist) zugeordnet - mit festen Kosten. Die Kassen übernehmen allerdings die Behandlungskosten nicht in voller Höhe. Der Festzuschuss aus dem Topf der GKV umfasst lediglich 50 Prozent des Aufwands der vorgesehenen Versorgung.

Tipp: Patienten, die regelmäßig ihre vorgesehenen Termine zur zahnärztlichen Gesundheitsprophylaxe wahrnehmen, erhalten höhere Zuschüsse für den Zahnersatz. Dabei erhöht der regelmäßige Gang zum Zahnarzt in den zurückliegenden fünf Jahren den Festzuschuss um 20 Prozent, bei zehn Jahren steigt er sogar um 30 Prozent. Allerdings bezieht sich der Bonus nicht auf die Gesamtkosten - sondern eben nur auf den bezuschussten Anteil. Bei Kosten in Höhe von 100 Euro sind somit maximal 65 Euro als befundorientierte Förderung der gesetzlichen Krankenkasse drin.

Kostet Ihr Zahnersatz 1.000 Euro, müssen von Ihrer Seite also mindestens 450 Euro zugezahlt werden. Und ein teilbezahntes Gebiss mit 2 - 3 extrahierten Zähnen wird schnell noch teurer. Nach einer Parodontitis kann es beispielsweise passieren, dass schnell 4.000 - 5.000 Euro an Behandlungskosten auflaufen. Und die Hälfte davon tragen schlimmstenfalls Sie. Genau an dieser Stelle setzt die Zahnzusatzversicherung an. 

Leistungen einer Zahnzusatzversicherung

Die Zahnzusatzversicherung hat eine grundlegende Aufgabe: Sie soll den Schutz der GKV ausbauen, indem ein höherer Prozentsatz der Behandlungskosten übernommen wird. Wie weit die Leistungen der Versicherung letztlich konkret reichen, hängt von den individuellen Versicherungsbedingungen der einzelnen Tarife ab. Eine Übersicht aktueller Zahntarife finden Sie hier.

Tipp: Wird im gewählten Tarif von einer 75-prozentigen Erstattung für Implantate und Zahnersatz gesprochen, addieren sich nicht 50 Prozent Festzuschuss und 75 Prozent Kostenübernahme aus der Zahnzusatzversicherung zu 125 Prozent Leistung. Die Versicherer übernehmen in der Regel nur die Differenz zwischen dem Kassenzuschuss und der versicherten Übernahme der Kosten - hier also 25 Prozent. Ebenfalls anzutreffen sind Varianten, in denen Regelversorgung und privatärztliche Leistungen zu insgesamt 75 Prozent gedeckt sind - es kommt letztlich auf das Kleingedruckte an.

Zahnversicherungen greifen aber nicht nur beim Zahnersatz. Entsprechend den Versicherungsbedingungen können Zahnbehandlungen (konservierende Maßnahmen mit besseren Materialien, Wurzelbehandlungen, Maßnahmen gegen Paradontose usw.) genauso enthalten sein wie kieferorthopädische Behandlungen. Einige Tarife bieten Ihnen als Versicherungsnehmer sogar die Möglichkeit zur Absicherung von Zahnreinigung und Co. Wer sich bei Partnerärzten behandeln lässt, kann zudem nicht selten sogar noch Zuschläge - in Form einer höheren Kostenübernahme - in Anspruch nehmen. Letzten Endes können die Leistungen sogar soweit gehen, dass die Versicherungsunternehmen den Festzuschuss der Krankenkassen verdoppeln - und damit 100 Prozent der medizinisch notwendigen Leistungen abdecken. Allerdings muss klar sein, dass sehr hochwertige Leistungen auch ihren Preis haben.

Wichtig: Die Versicherungen haben ein Interesse daran, Risiken bei Vertragsschluss realistisch einzuschätzen. Daher sind in den Anträgen fast immer sogenannte Gesundheitsfragen eingeflochten. Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, ist deren wahrheitsgemäße Beantwortung Pflicht. Andernfalls kann die Zahnzusatzversicherung auf Grundlage von § 19 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) vom Vertrag zurücktreten - und bleibt leistungsfrei.

Die Zahnzusatzversicherung beim Zahnarzt

ZahnarztKassenpatienten haben es beim Zahnarzt relativ einfach. Nach der Anmeldung können sie im Wartezimmer Platz nehmen, werden behandelt und gehen wieder. Die Abwicklung der Kosten für eine Zahnbehandlung regeln Zahnarzt und Krankenkasse miteinander. Hat eine Zahnzusatzversicherung Einfluss auf diesen allgemeinen Ablauf? Grundsätzlich lautet die Antwort: Nein. Sofern Ihr behandelnder Arzt keine Kenntnis davon hat, dass Sie eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, wird er sich an der in der Regel üblichen Versorgung orientieren. Für einen Zahnersatz wird der Heil- und Kostenplan erstellt, den Sie Ihrer Krankenkasse vorlegen. Letztere entscheidet über den Festzuschuss. Den Heil- und Kostenplan sollten Sie anschließend dem Zahnversicherer vorlegen - und dessen Zusage zur Übernahme der Kosten abwarten.

Denn in der Zahnzusatzversicherung rechnen nicht Zahnarzt und Versicherer ab, sondern die Gesellschaften erstatten Ihnen entstandene Ausgaben. Wie in einer privaten Krankenvollversicherung treten Sie in Vorleistung und rechnen später mit Ihrer Gesellschaft ab.

Tipp: Die Zahnzusatzversicherungen orientieren sich in der Kostenübernahme nicht ausschließlich an der Regelversorgung. Gerade in hochwertigen Tarifen sind häufig privatärztliche Leistungen (nach GOZ bzw. GOÄ) enthalten - in teilweise erheblichem Umfang. Es kann daher sein, dass sich die Qualität der Zahnbehandlung/des Zahnersatzes verbessert. Allerdings müssen Sie hier immer die Regelungen der Versicherungsbedingungen im Auge behalten - und sprechen die Behandlung am besten mit Ihrer Versicherung ab.

Zahnzusatzversicherung: Kein Ei gleicht dem anderen

Die Zahnzusatzversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung des Versicherungsschutzes sein. Im Gegensatz zu den Leistungen der Krankenkassen, die auf gesetzlichen Vorgaben beruhen, genießen die privaten Versicherer einen erheblich breiteren Gestaltungsspielraum. Als Folge unterscheiden sich die Tarife der privaten Zahnversicherer teils deutlich voneinander - und zwar nicht nur in der Prämienhöhe.

Speziell im Hinblick auf die Leistungen können bereits bei einer Versicherung die Unterschiede zwischen verschiedenen Tarifen beachtlich sein. So reicht zum Beispiel die versicherte Kostenerstattung für Zahnersatz bei den Zahnzusatzversicherungen der HUK Coburg von 30 Prozent (Tarif ZZ) bis 90 Prozent (Tarif ZZ PremiumPlus). Ähnlich gestaltet sich die Situation für zahnprophylaktische Maßnahmen, besondere Materialien für Füllungen oder Summenbegrenzungen. In der Regel gilt die Devise, dass in den Basistarifen lediglich niedrige Erstattungssummen mit entsprechenden Höchstgrenzen versichert sind, im teureren Premiumsegment die Versicherungsleistungen dagegen deutlich komfortabler ausfallen.

Erstattung für:

Tarif ZZ

Tarif ZZ Plus

Tarif ZZ PremiumPlus

Zahnersatz & Implantate

- 30 Prozent (Ergänzung Regelversorgung auf 90 Prozent)

- 65 bis 80 Prozent1 (Ergänzung Regelversorgung auf 100 Prozent)

- 75 bis 90 Prozent1 (Ergänzung Regelversorgung auf 100 Prozent)

Inlays

- 50 Prozent (Ergänzung Regelversorgung auf 90 Prozent)

- 50 bis 65 Prozent

- 75 bis 90 Prozent

Zahnprophylaxe

- keine Erstattung

- keine Erstattung

- bis zu 100 € in zwei Kalenderjahren für u. a.:

  • Zahnreinigung
  • Mundhygienestatus
  • Fluoridierung

Füllungen

- keine Erstattung

- keine Erstattung

- 90 Prozent (maximal 100 € in 1 Kalenderjahr)

Summenbegrenzung

- 1.000 € pro Kalenderjahr

- 1. Kalenderjahr 500 €
- 1. bis 2. Kalenderjahr insgesamt 1.000 €
- 1. bis 3. Kalenderjahr insgesamt 1.500 €
- 1. bis 4. Kalenderjahr insgesamt 2.000 €
- 1. bis 5. Kalenderjahr insgesamt 2.500 €
- ab 6. Kalenderjahr bis 15.000 €/Jahr

- 1. Kalenderjahr 1.000 €
- 1. bis 2. Kalenderjahr insgesamt 2.000 €
- 1. bis 3. Kalenderjahr insgesamt 3.000 €
- 1. bis 4. Kalenderjahr insgesamt 4.000 €
- 1. bis 5. Kalenderjahr insgesamt 5.000 €
- ab 6. Kalenderjahr bis 20.000 €/Jahr

)1 - inklusive GKV-Zuschuss, Erstattungshöhe abhängig vom Bonus durch Vorsorgeuntersuchungen
Leistungsunterschiede zwischen den Tarifen der Zahnzusatzversicherung der HUK Coburg (Quelle: Leistungsübersicht des Versicherers; Stand Juni 2015)

 

Zusätzlich erschwert wird Ihre Entscheidung durch die Tatsache, dass sich nicht nur die Tarife innerhalb einer Gesellschaft unterscheiden, sondern Leistungen und Prämien zwischen den Zahnzusatzversicherungen stark variieren. Ein Grund mehr, mehrere Tarife verschiedener Gesellschaften zu vergleichen - und sich erst dann zu entscheiden.

Erstattung für:

DKV Tarif KDT85

Janitos Tarif JA dental plus

HUK Coburg Tarif ZZ PremiumPlus

Zahnersatz & Implantate

- 85 Prozent, 90 Prozent bei kooperierendem Zahnarzt (Ergänzung Regelversorgung auf 100 Prozent) 1

- 80 bis 90 Prozent; Zahnstaffel beachten1

- 75 bis 90 Prozent1 (Ergänzung Regelversorgung auf 100 Prozent; Erhöhung entsprechend Vorsorge; ohne Vorleistung 60 Prozent)

Inlays

- siehe Zahnersatz & Implantate

- siehe Zahnersatz & Implantate

- 75 bis 90 Prozent ( Erhöhung entsprechend Vorsorge)

Zahnprophylaxe

- keine Erstattung

- 90 Prozent (maximal 90 € in 1 Kalenderjahr)

- bis zu 100 € in zwei Kalenderjahren für u. a.:

  • Zahnreinigung
  • Mundhygienestatus
  • Fluoridierung

Füllungen

- siehe Zahnersatz & Implantate

- 80 bis 90 Prozent; Zahnstaffel beachten1

- 90 Prozent (maximal 100 € in 1 Kalenderjahr)

Summenbegrenzung/
Zahnstaffel

- 1. Kalenderjahr 500 €
- 1. bis 2. Kalenderjahr insgesamt 1.000 €
- 1. bis 3. Kalenderjahr insgesamt 1.500 €
- Zahnstaffel entfällt ab 4. Kalenderjahr

- 1. Kalenderjahr 1.000 €
- 1. bis 2. Kalenderjahr insgesamt 2.000 €
- 1. bis 3. Kalenderjahr insgesamt 3.000 €
- 1. bis 4. Kalenderjahr insgesamt 4.000 €

- 1. Kalenderjahr 1.000 €
- 1. bis 2. Kalenderjahr insgesamt 2.000 €
- 1. bis 3. Kalenderjahr insgesamt 3.000 €
- 1. bis 4. Kalenderjahr insgesamt 4.000 €
- 1. bis 5. Kalenderjahr insgesamt 5.000 €
- ab 6. Kalenderjahr bis 20.000 €/Jahr

)1 - inklusive GKV-Zuschuss, Erstattungshöhe abhängig vom Bonus durch Vorsorgeuntersuchungen
)2 - bei bereits fehlenden Zähnen gelten die Zahnstaffeln FZ2 bzw. FZ3
Leistungsunterschiede zwischen Zahnzusatzversicherungen zufällig ausgewählter Versicherungsunternehmen (Quelle: Leistungsübersicht der Gesellschaften; Stand Juni 2015)


Gesunde Zähne am besten früh versichern

An Sicherheit und Vorsorge denken viele Verbraucher erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Im Fall der Zahnzusatzversicherung wäre dieser Zeitpunkt mit dem Verlust der ersten Zähne gekommen. Das Problem: Ersatz für bei Vertragsschluss fehlende und nicht ersetzte Zähne ist in den meisten Verträgen ausgeschlossen. Ein Leistungsausschluss, der teuer werden kann. Und eine Tatsache, die für den möglichst frühen Abschluss einer Zahnzusatzversicherung spricht - Mitunter macht eine Zahnzusatzversicherung daher nicht nur vor dem Hintergrund einer eventuell notwendig werdenden kieferorthopädischen Behandlung bereits für Kinder Sinn.

Tipp: In der Zahnversicherung wird häufig mit Wartezeiten gearbeitet. Diese beruhen auf § 197 VVG und können im Fall einer Zahnbehandlung bei bis zu acht Monaten liegen. Während dieser Karenzzeit können Sie als Versicherungsnehmer die Zahnzusatzversicherung nicht in Anspruch nehmen - wenn keine abweichenden Bedingungen gelten.

Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt: In der privaten Krankheitskostenvorsorge spielt das Eintrittsalter eine Rolle. Je früher Sie sich für Ihre Zahnversicherung entscheiden, umso niedriger wird der Beitrag. Letztlich stellt sich an dieser Stelle weniger die Frage, ab welchem Alter der Abschluss passender Tarife in Frage kommt, sondern ab wann die Prämien eine Unterschrift nicht mehr rechtfertigen.

Wann rechnet sich eine Zahnzusatzversicherung?

Entscheiden Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung, kostet dieser zusätzliche Schutz Monat für Monat Geld. Und in Abhängigkeit von den versicherten Leistungen belaufen sich die Jahresprämien mitunter schnell auf einen dreistelligen Betrag. Es steht letzten Endes die Frage im Raum, ob sich die Zahnzusatzversicherung überhaupt rechnet? Gerade wer - abseits der regelmäßigen Routinekontrollen - wegen Beschwerden eher selten Gast beim Zahnarzt ist, hat angesichts der Prämien sicher schnell Bauchschmerzen. Allerdings lässt sich mit einem Rechenbeispiel schnell aufzeigen, wie teuer die Zahngesundheit werden kann - und wo die Zahnzusatzversicherung ihr volles Potenzial entfaltet.

Erstattungsbeispiel zum Zahnersatz (Unterkiefer-Frontzahnbrücke beim Fehlen zweier mittlerer Schneidezähne):

Behandlungskosten Zahnarzt 580 €
Kosten Dentallabor 1.700 €
Kosten für Frontzahnbrücke 2.280 €
 
Festzuschuss (ohne Bonus) 687 €
Eigenanteil 1.593 €
 
Festzuschuss (mit Bonus 20 Prozent) 842 €
Eigenanteil 1.438 €
 
Zahnzusatzversicherung (90 Prozent Erstattung) 1.824 €
Eigenanteil 456 €


Wichtig: Die Gesundheitsfragen im Antragsformular zur Zahnzusatzversicherung sorgen bei Verbrauchern mitunter für Verwirrung. Regelmäßig wird hier eine Frage gestellt, die im weiteren Verlauf zum Fallstrick werden kann und in der es um laufende bzw. angeratene Behandlungen geht. Einige Versicherungsnehmer antworten hier mit einem Nein - obwohl eigentlich das Gegenteil der Fall ist. Dabei handelt es sich nicht generell um eine mutwillig falsch gemachte Aussage. Laien ist selten klar, dass eine Zahnbehandlung bereits als begonnen gilt, wenn der Zahnarzt nur die Behandlungsbedürftigkeit feststellt. Und in einigen Fällen hat man als Patient die angeratene Behandlung einfach nicht angetreten. Die Folge: Betroffene vertreten die Meinung, sich derzeit nicht in zahnärztlicher Betreuung zu befinden. Problematisch wird der Sachverhalt spätestens dann, wenn die Versicherung bei einer Prüfung im Leistungsfall die Behandlungsbedürftigkeit entdeckt - und sich auf eine Verletzung der Anzeigepflicht beruft.


Die häufigsten Fragen zur Zahnzusatzversicherung


Seit wann gibt es Zahnzusatzversicherungen?
 
Für wen lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung? Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für mich?
 
Wann sollte ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen?
 
Ab welchem Alter ist eine Zahnzusatzversicherung auch für Kinder sinnvoll?
 
Wie finde ich eine passende Zahnzusatzversicherung?
 
Muss ich gesetzlich krankenversichert sein, um eine Zahnzusatzversicherung abschließen zu können?
 
Kann ich eine Zahnzusatzversicherung auch abschließen, wenn ich nicht gesetzlich, sondern privat versichert bin?
 
Kann ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen, wenn ich im Ausland lebe? Ist ein Wohnsitz in Deutschland Voraussetzung für den Abschluss einer Zahnzusatzpolice?
 
Wodurch zeichnet sich eine gute Zahnzusatzversicherung aus?
 
Wie läuft der Versicherungsabschluss konkret ab? Welche Angaben muss ich machen? Welche Unterlagen sind evtl. einzureichen?
 
Worauf muss ich bei Abschluss einer Zahnzusatzversicherung konkret achten?
 
Im Antrag ist von vorvertraglicher Anzeigepflicht nach § 19 VVG die Rede. Was bedeutet dies für mich?
 
Kann ich mehrere Zahnzusatzversicherungen abschließen, um so die Leistungen zu erhöhen?
 
Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?
 
Welche Laufzeiten sind bei Zahnzusatzversicherungen üblich?
 
Ab wann gilt die Zahnzusatzversicherung?
 
Gibt es Leistungen, die unabhängig von der Wartezeit sofort, also auch schon innerhalb der eigentlich leistungsfreien Wartezeit, übernommen werden?
 
Gibt es Zahnzusatzversicherungen ganz ohne Wartezeit wie z. B. von der ERGO Direkt beworben? Worin bestehen die Vor- und Nachteile solcher Versicherungstarife?
 
Welche Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten für Implantate?
 
Welche Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten für Veneers?
 
Mein Zahnarzt hat mir bei der letzten Prophylaxe zu einer Behandlung geraten. Kann ich die Zahnzusatzversicherung hierfür in Anspruch nehmen?
 
Wie schnell kann ich mit einer Kostenerstattung durch die Zahnzusatzversicherung rechnen? Welche Zahnzusatzversicherung zahlt evtl. sofort?
 
Wie oft zahlt die Zahnzusatzversicherung? Ist die Leistungsübernahme im Hinblick auf Anzahl/Häufigkeit oder Betrag begrenzt?
 
Wie wird eine Zahnzusatzversicherung steuerlich behandelt? Kann ich die Zahnzusatzversicherung absetzen? Wo trage ich die Zahnzusatzversicherung in der Steuererklärung ein?
 
Wann und wie kann ich meine Zahnzusatzversicherung kündigen?


Seit wann gibt es Zahnzusatzversicherungen?
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Seit wann Zusatzversicherungen als Ergänzung für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung genau entstanden sind, ist heute schwer zu ermitteln. Allerdings zeigt ein Blick in die Datensammlungen des PKV-Verbands, dass Ende Dezember 1997 bereits mehr als 3,4 Millionen Versicherte eine ambulante Zusatzversicherung (inklusive Zahnleistungen) abgeschlossen hatten. Für das Jahr 2013 weist der PKV-Verband in seinem Zahlenbericht einen Bestand von mehr als 13,8 Millionen Versicherten aus – allein in den Zahntarifen.


Für wen lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung? Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für mich?
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Die Zahnzusatzsatzversicherung zahlt sich besonders dann aus, wenn der Versicherte zahnärztliche Leistungen aus den Bereichen Zahnersatz, Kieferorthopädie usw. in Anspruch nehmen muss. Hintergrund: Gerade beim Thema Zahnersatz bezuschusst die gesetzliche Krankenversicherung allgemein lediglich 50 Prozent der Regelversorgung, mit lückenloser Prophylaxe über zehn Jahre kann der Zuschuss auf 65 Prozent Regelversorgung ansteigen.

Damit verbleibt dem Kassenpatienten ein hohes finanzielles Risiko aus der Behandlung, da gerade Zahnersatz mitunter mehr als 1.000 Euro je ersetztem Zahn kosten kann. Eine Zahnzusatzsatzversicherung sorgt hier für einen deutlich höheren Erstattungsrahmen, weshalb sich diese Zusatzversicherung für viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung – aber auch Privatversicherte in Grundschutztarifen - rechnen kann.


Wann sollte ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen?
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Bei der Zahnzusatzversicherung spielt neben dem versicherten Leistungsumfang auch die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt des Versicherungsfalls – und damit das Kostenrisiko aus Sicht des Versicherers – eine Rolle. Daher haben sowohl das Eintrittsalter als auch der Gesundheitszustand (Zahnstatus) Auswirkungen auf den Beitrag bzw. die Annahmewahrscheinlichkeit.

Im Rahmen einer Zahnzusatzversicherung gilt die Devise: Je jünger Versicherte zum Zeitpunkt des Eintritts in den Versicherungsvertrag und je makelloser der Zahnstatus, umso niedriger wird mit aller Voraussicht die Prämie für den Versicherungsvertrag ausfallen. Ab einer gewissen Anzahl fehlender Zähne ist letzten Endes sogar damit zu rechnen, dass der Versicherer den Antrag ablehnt.


Ab welchem Alter ist eine Zahnzusatzversicherung auch für Kinder sinnvoll?
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Mittlerweile können bereits für Kinder Tarife im Bereich der Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden. Folgt man der Devise, den Vertrag so früh wie möglich abzuschließen, wäre eine Unterschrift im Säuglingsalter die wahrscheinlich beste Option.

Allerdings ist eine Zahnzusatzversicherung erst dann sinnvoll, wenn tatsächlich mit Kosten aus Leistungen wie Zahnersatz und Kieferorthopädie zu rechnen ist. Daher lohnt es sich aus Sicht der Eltern meist erst mit dem Zahnwechsel, also wenn das zweite Gebiss die Milchzähne ersetzt, über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für Kinder nachzudenken.


Wie finde ich eine passende Zahnzusatzversicherung?
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Ganz einfach – durch einen Vergleich. Heute ist es gerade durch das Internet relativ einfach, die Tarife der verschiedenen Gesellschaften gegeneinander ins Rennen zu schicken. Dabei geht es nicht nur um den niedrigsten Beitrag. Als Versicherungsnehmer ist den Leistungen mindestens genauso viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Ein Anspruch, der sich auch in unserem Zahnzusatzversicherungsvergleich widerspiegelt. Es ist sinnvoll, sich vorab zu fragen, welche Leistungen in einem Tarif enthalten sein müssen und auf was verzichtet werden kann. Anschließend lässt sich der Vergleich zur Zahnzusatzversicherung auf die entsprechenden Parameter anpassen und der Vertrag direkt online abschließen.


Muss ich gesetzlich krankenversichert sein, um eine Zahnzusatzversicherung abschließen zu können?
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Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse ist in vielen Tarifen eine unbedingte Voraussetzung für die Versicherungsfähigkeit des Antragstellers. Hintergrund: Es handelt sich an dieser Stelle um Ergänzungstarife, welche die Leistungen der GKV aufstocken. Ist zum Beispiel ein Ersatz von 75 Prozent der Kosten für Zahnersatz vorgesehen und nimmt ein Versicherungsnehmer die Regelversorgung in Anspruch, erstattet die Zahnzusatzversicherung die Differenz zwischen Kassenzuschuss und 75 Prozent der Kosten. Allerdings erlauben einige Versicherer für wenige Tarife auch den Eintritt von Privatversicherten.


Kann ich eine Zahnzusatzversicherung auch abschließen, wenn ich nicht gesetzlich, sondern privat versichert bin?
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In den meisten Zahnzusatzversicherungen ist der Eintritt als Privatpatient nicht möglich, da nach den Tarif- und Versicherungsbedingungen die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung die Grundvoraussetzung ist. Aber: Es existieren einige Tarife am Markt, die auch dem Privatversicherten den Aufbau eines zusätzlichen Leistungsrahmens erlauben. Hier ist generell zu beachten, dass der Versicherer die Versicherungsfähigkeit an Bedingungen knüpfen kann. In der Praxis wird beispielsweise eine bestehende Vollversicherung (aus dem Portfolio der Gesellschaft) zur Voraussetzung gemacht.


Kann ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen, wenn ich im Ausland lebe? Ist ein Wohnsitz in Deutschland Voraussetzung für den Abschluss einer Zahnzusatzpolice?
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Hier sind die Versicherungsbedingungen für den jeweiligen Tarif entscheidend. Solange die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung die Grundvoraussetzung ist, wird der Zugang zu einer Zahnzusatzversicherung für Personen mit Wohnsitz im Ausland deutlich erschwert. Hintergrund: Liegen Wohnsitz und Beschäftigungsort im Ausland, ist die GKV in der Regel für den Versicherungsschutz nicht zuständig.

Einzig die Kombination Wohnsitz im Ausland und Beschäftigungsort in Deutschland ermöglichen den Zugang, da nach § 5 SGB V die Versicherungspflicht nicht vom Wohnsitz in Deutschland, sondern dem Beschäftigungsstatus abhängt. Wichtig: In dieser Kombination ist zu klären, wie die Zahnzusatzversicherung auf eventuell abweichende Zuschussregelungen bei Zahnbehandlungen reagiert.


Wodurch zeichnet sich eine gute Zahnzusatzversicherung aus?
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Die Zahnzusatzversicherung richtet sich in erster Linie an Patienten aus den Reihen der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. Privatversicherte, die sich für Grundschutztarife entschieden haben und den Versicherungsschutz ausweiten wollen. Dabei geht es in erster Linie um eine hohe Leistungsdichte in Bereichen mit erheblichem Kostenrisiko, was für Erwachsene vor allem beim Zahnersatz und der Kieferorthopädie der Fall ist.

Daher sollte eine gute Zahnzusatzversicherung diese beiden Bereiche besonders umfassend abdecken – einmal durch hohe Erstattungsprozente, auf der anderen Seite aber auch durch umfangreiche Leistungselemente wie Implantat, Brücke, Inlays, Zahnlaborkosten usw. Parallel setzt ein guter Tarif die Obergrenzen der Zahnstaffel nicht zu niedrig an und arbeitet mit nur moderaten Selbstbehalten.


Wie läuft der Versicherungsabschluss konkret ab? Welche Angaben muss ich machen? Welche Unterlagen sind evtl. einzureichen?
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Im Hinblick auf den Ablauf ist zu berücksichtigen, in welcher Form der Antragsbogen ausgefüllt wird. Heute müssen Antragsteller nicht mehr zwingend eine Geschäftsstelle/einen Makler aufsuchen, um die Zahnzusatzversicherung abzuschließen, da die Antragsbögen in den meisten Fällen auch online ausgefüllt werden können.

Anschließend ist der ausgefüllte Antragsbogen auf den Schutz der Zahnzusatzversicherung nur noch auszudrucken, muss unterschrieben und dem Versicherer zugeschickt werden. Hinsichtlich der Angaben ist besonders auf die Gesundheitsfragen zu achten, da falsche bzw. lückenhafte Erklärungen zum Verlust des Versicherungsschutzes führen können und Versicherte so auf den Rechnungen der Zahnärzte sitzen bleiben.


Worauf muss ich bei Abschluss einer Zahnzusatzversicherung konkret achten?
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Hier spielen mehrere Dinge eine Rolle. Aus Sicht eines Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung ist unter anderem zu klären, in welcher Form der Versicherer eine Erstattung behandelt, wenn keine Vorleistung der GKV erfolgt. Hier kommt es oft zur anteiligen Leistungskürzung, was zu unangenehmen Überraschungen führt.

Parallel sollten Aspekte wie die Wartezeit, eine geltende Zahnstaffel oder die Frage nach dem Schutz der Versicherung bei einer Zahnbehandlung im Ausland geprüft werden. Des Weiteren ist im Zuge der Antragstellung der Fragebogen nach § 19 VVG eventuell dem behandelnden Zahnarzt vorzulegen, um im Zusammenhang mit den Rücktrittsrechten der Gesellschaften auf Nummer sicher zu gehen.


Im Antrag ist von vorvertraglicher Anzeigepflicht nach § 19 VVG die Rede. Was bedeutet dies für mich?
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Der Gesetzgeber verlangt über das Versicherungsvertragsgesetz vom Antragsteller die Angabe aller Umstände, die Einfluss auf die Antragsannahme haben können – sofern der Versicherer im Antrag hierzu schriftlich Fragen stellt. Damit sind letztlich die Gesundheitsfragen gemeint, welche den Gesellschaften Auskunft zum Gesundheitszustand/Zahnstatus geben.

Grundsätzlich sind in diesem Zusammenhang geschlossene Fragen zu bevorzugen, also Fragen, auf die nur klare und eindeutige Antworten wie „Ja“ oder „Nein“ möglich sind. Offene Fragen lassen dagegen einen hohen Interpretationsspielraum zu, deren genaue Reichweite ist aus Sicht des Antragstellers nicht ohne weiteres zu erkennen.

Parallel sollte der relevante Betrachtungszeitraum möglichst kurz (nicht mehr als zehn Jahre, besser fünf Jahre) gehalten sein. Wichtig: Falsche Angaben – egal, ob vorsätzlich oder grob fahrlässig – ziehen den Verlust des Versicherungsschutzes und die Leistungsfreiheit durch den Versicherer nach sich.


Kann ich mehrere Zahnzusatzversicherungen abschließen, um so die Leistungen zu erhöhen?
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Prinzipiell ist der Abschluss mehrerer Versicherungsverträge für ein versichertes Risiko in den meisten Fällen nicht vom Gesetzgeber verboten. Allerdings sehen die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie das Versicherungsvertragsgesetz hier ein Bereicherungsverbot vor – die Erstattungsleistung kann nur so hoch wie der tatsächliche Gesamtaufwand sein.

Darüber hinaus taucht als weiteres Problem auf, dass die Versicherer in der Regel eine Erstattung nur in gewissen Höchstgrenzen erlauben, was beim Abschluss mehrerer Tarife in der Zahnzusatzversicherung zu einer anteiligen Kürzung des Anspruchs gegen einzelne Gesellschaften führen kann.


Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?
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Die Prämienhöhe einer Zahnzusatzversicherung ist von verschiedenen Faktoren abhängig – wie dem Eintrittsalter, den versicherten Leistungen oder ob ein Selbstbehalt vereinbart wurde. Darüber hinaus kann sich die Zahl bereits fehlender Zähne auswirken. Aufgrund dieser Tatsache sind pauschale Angaben hinsichtlich der Prämienhöhe ausgeschlossen, es kann einzig und allein der individuelle Einzelfall betrachtet werden.

Eines ist allerdings auf den ersten Blick erkennbar: Während Versicherte auch mittleren Alters in den Grundschutzvarianten oft unter 10 Euro Monatsbeitrag bleiben, verdoppelt sich die Prämie nicht selten in den Premiumvarianten der Zahnzusatzversicherung.


Welche Laufzeiten sind bei Zahnzusatzversicherungen üblich?
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Viele Versicherer bieten die Tarife aus dem Bereich der Zahnzusatzversicherung ganz klassisch als Police über ein Versicherungsjahr – also die Laufzeit von 12 Monaten - an. Wird der Vertrag durch den Versicherten nicht innerhalb der vorgeschriebenen Kündigungsfrist aufgelöst, verlängert er sich meist stillschweigend um eine weitere Versicherungsperiode.

Allerdings werden durch die Gesellschaften diejenigen Versicherten mit einem Beitragsrabatt belohnt, welche sich für höhere Laufzeiten zwischen in der Regel drei bis fünf Jahren entscheiden. Tipp: § 11 Abs. 4 VVG erlaubt dem Versicherten bei Ausschluss des Kündigungsrechts über mehr als drei Jahre mit Ende des dritten Jahres die Kündigung unter Wahrung der Kündigungsfrist.


Ab wann gilt die Zahnzusatzversicherung?
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Grundsätzlich beginnt die Zahnzusatzversicherung durch die Vertragsannahme der Beteiligten, in der Regel aber erst mit dem im Versicherungsschein genannten Datum. Allerdings darf der Versicherungsbeginn nicht mit dem Beginn des wirksamen Versicherungsschutzes verwechselt werden.

Meist gilt in der Zahnzusatzversicherung eine Wartezeit. Erst wenn diese verstrichen ist, kann der Versicherte gegenüber der Gesellschaft einen wirksamen Leistungsanspruch geltend machen.


Gibt es Leistungen, die unabhängig von der Wartezeit sofort, also auch schon innerhalb der eigentlich leistungsfreien Wartezeit, übernommen werden?
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Ja, es gibt tatsächlich Momente, in denen die Wartezeitregelungen der Zahnzusatzversicherung nicht mehr greifen. Dies betrifft Leistungen, welche aufgrund einer Unfallfolge in Anspruch genommen werden müssen.

Gleichzeitig ermöglichen einige Gesellschaften den Verzicht auf eine Wartezeit – sofern der Versicherungsnehmer ein ärztliches Attest vorweisen kann. Ausschlaggebend ist letzten Endes aber immer der genaue Wortlaut der Versicherungsbedingungen und Tarifbestimmungen.


Gibt es Zahnzusatzversicherungen ganz ohne Wartezeit wie z. B. von der ERGO Direkt beworben? Worin bestehen die Vor- und Nachteile solcher Versicherungstarife?
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Am Markt für die Zahnzusatzversicherung haben in den letzten Jahren einige Versicherer Tarife entwickelt, welche ohne Wartezeit auskommen und in denen Leistungen sogar für eine bereits angeratene oder begonnene Behandlung erbracht werden. Diese Tarife beinhalten allerdings teils deutliche Leistungseinschnitte.

So wird diese Form der Zahnzusatzversicherung mit sehr strengen Leistungsstaffeln aufgelegt. Andere Versicherer sehen Erstattungen nur im Rahmen einer Verdoppelung der Regelleistung vor. Wer sich als Versicherungsnehmer hier beispielsweise für den höherwertigen Zahnersatz entscheidet, muss – trotz Zahnzusatzversicherung – mitunter ein erhebliches Kostenrisiko verkraften.


Welche Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten für Implantate?
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Eine Kostenerstattung für Implantate ist in vielen Tarifen aus dem Bereich der Zahnzusatzversicherung enthalten. Aber: Die Versicherungen legen im Einzelnen fest, bis zu welcher Höhe eine Erstattung der Kosten erfolgt, ob eine Vorleistung der GKV für den Erhalt der vollen Erstattungshöhe notwendig ist usw.

Hinweis: Inzwischen wird die Implantologie nicht nur im Rahmen der umfassenden Zahnzusatzversicherung abgedeckt. Einige Versicherer haben in der Vergangenheit sogenannte Zahnersatzversicherungen aufgelegt, die als Ausschnittsdeckung zu verstehen sind. Hier ist für den allgemeinen Zahnersatz oft ein hoher Erstattungssatz vorgesehen, für Implantate kann die Leistung der Versicherung allerdings niedriger sein.


Welche Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten für Veneers?
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Im Prinzip gelten für die Versorgung mit Veneers ähnliche Aussagen wie im Zusammenhang mit dem Zahnersatz. In verschiedenen Tarifen kann diese Erstattung zu den Leistungen gehören, im Rahmen der Vertragsfreiheit kann ein Versicherer beim Zusammenstellen der Tarifleistungen aber auch darauf verzichten.

Sofern man als Patient diese Versorgung wünscht, ist bei der Auswahl passender Tarife für einen Vergleich darauf zu achten. Allerdings muss jedem Patienten vor Aufnahme der Behandlung klar sein, welche Bedingungen an die Kostenerstattung geknüpft sind. Prinzipiell erbringen die Versicherer in der Zahnzusatzversicherung Leistungen nur dann, wenn sie medizinisch notwendig sind, weshalb rein ästhetisch indizierte Eingriffe allgemein nicht durch die Versicherung gedeckt sind.


Mein Zahnarzt hat mir bei der letzten Prophylaxe zu einer Behandlung geraten. Kann ich die Zahnzusatzversicherung hierfür in Anspruch nehmen?
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An dieser Stelle ist entscheidend, ob die Zahnzusatzversicherung zum Zeitpunkt des Zahnarztbesuches bereits bestanden hat oder nicht. Hintergrund: In den Versicherungsbedingungen wird für laufende/begonnene Behandlung eine Kostenübernahme in der Regel ausgeschlossen.

Das Problem besteht allerdings in der Tatsache, dass Gerichte oft bereits den Hinweis bzw. das ärztliche Anraten einer Behandlung als deren Beginn werten. Aufgrund dieser Tatsache könnte sich im Rahmen einer Leistungsprüfung – etwa beim Einreichen der Arztrechnung – eine Ablehnung der Kostenerstattung ergeben. Aber: Gerade im Fall sehr langer Zeitabstände zwischen Anraten und tatsächlicher Ausführung der Behandlung kann (auch seitens einiger Gerichte) von zwei getrennten Behandlungen ausgegangen werden.


Wie schnell kann ich mit einer Kostenerstattung durch die Zahnzusatzversicherung rechnen? Welche Zahnzusatzversicherung zahlt evtl. sofort?
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Allgemein basiert die Zahnzusatzversicherung auf dem Kostenerstattungsprinzip, weshalb eine Zahnarztrechnung erst vorliegen muss bevor das Einreichen beim Versicherer möglich ist. Je nach Einfachheit des Sachverhalts und der Prüfung beim Versicherer erstreckt sich die Erstattung der Kosten für die Behandlung auf wenige Tage bis mehrere Wochen (eher die Ausnahme, wenn Fragen auftauchen o.ä.).

Darüber hinaus gehen einige Versicherer heute soweit, dass sie eine Abrechnung direkt mit dem Leistungserbringer vereinbaren. Dies ist allerdings keine pauschale Abrechnungspraxis, sondern muss von Fall zu Fall betrachtet werden.


Wie oft zahlt die Zahnzusatzversicherung? Ist die Leistungsübernahme im Hinblick auf Anzahl/Häufigkeit oder Betrag begrenzt?
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Im Prinzip erstattet die Zahnzusatzversicherung Kosten für einen Leistungsfall, der innerhalb der Versicherungszeit entstanden ist, solange bis die Behandlung abgeschlossen ist. Allerdings muss jedem Versicherten an dieser Stelle klar sein, dass die Gesellschaften im Zusammenhang mit den Jahresleistungssummen häufig auf Grundlage einer Zahnstaffel (auch als Leistungsstaffel oder Summenbegrenzung bezeichnet) arbeiten.

Hiermit werden die Erstattungen – speziell in den ersten fünf bis sechs Versicherungsjahren – nach oben hin begrenzt. Üblich ist eine Zahnstaffel, die mit 1.000 Euro bis 1.500 Euro für die ersten 12 Monate beginnt und in der sich die Summengrenzen für jedes weitere Jahr um 50 Prozent bis 100 Prozent erhöhen. Kosten, welche dem Versicherten über die Obergrenze hinaus entstehen, muss dieser aus eigenen Mitteln finanzieren.


Wie wird eine Zahnzusatzversicherung steuerlich behandelt? Kann ich die Zahnzusatzversicherung absetzen? Wo trage ich die Zahnzusatzversicherung in der Steuererklärung ein?
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Prinzipiell ließe sich die Beitragslast aus einer Zahnzusatzversicherung als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung bei den Sonderausgaben unterbringen. Allerdings führt diese Betrachtung der Prämienaufwendungen schnell an Grenzen, da der Sonderausgabenabzug in seiner Höhe begrenzt ist.

Personen, die ihre Krankenversicherung nur teilweise aus eigenen Mitteln finanzieren (zum Beispiel pflichtversicherte Arbeitnehmer), dürfen im Steuerjahr maximal 1.900 Euro geltend machen – für Versicherte mit voller Beitragslast liegt der Betrag bei 2.100 Euro. Da die Beiträge zur Krankenvollversicherung ebenfalls zum Vorsorgeaufwand und damit dem Sonderausgabenabzug gehören, sind die Höchstbeträge häufig hierdurch bereits ausgeschöpft.


Wann und wie kann ich meine Zahnzusatzversicherung kündigen?
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Die Zahnzusatzversicherung ist in Deutschland keine Police, für welche eine Versicherungspflicht vergleichbar mit der Krankenversicherung nach § 193 VVG gilt. Daher kann der Vertrag über einen Zahntarif allgemein zum Ende jeder Versicherungsperiode durch den Versicherungsnehmer aufgelöst werden. Dies bedeutet allgemein, dass bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist die Kündigung gegenüber dem Versicherer in Textform zu erklären ist. Parallel kann in einigen Situationen – etwa im Zusammenhang mit einer Anhebung des Beitrags, Veränderungen beim Selbstbehalt o.ä. – zu einem Sonderkündigungsrecht gegriffen werden, für welches separate Kündigungsfristen gelten. Für den Versand des Kündigungsschreibens haben sich das Einschreiben mit Rückschein sowie die Übergabe gegen Quittung in den Geschäftsstellen des Versicherers etabliert. Mehr zur Kündigung erfahren Versicherte hier.



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