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Taschentiefe

Die Taschentiefe ist in der Zahnheilkunde ein Anzeichen bzw. Maß für das Fortschreiten verschiedener Zahnerkrankungen. Besonders im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Parodontitis besitzt die Bestimmung der Taschentiefe Aussagekraft. Hintergrund: Durch die entzündlichen Prozesse – ausgehend von Bakterienvergesellschaftungen in den Zahnbelägen – kommt es zu einem fortschreitenden Rückzuck des Zahnfleischsaums, was die Entstehung der Zahnfleischtaschen nach sich zieht.

Sofern die Taschentiefe ein Ausmaß von mehr als 3,5 Millimeter erreicht, ist eine Parodontalbehandlung als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Diese Taschentiefe entspricht etwa einem PSI-Code 3 (Parodontaler Screening-Index). Allerdings kann der Zahnarzt bereits bei einem PSI-Grad 1 und 2 eine Behandlung anregen.

Dazu gehören in aller Regel die Entfernung der vorhandenen Beläge sowie die Hygieneschulung. Letztere ist wichtiger Bestandteil der Parodontitisvorbeugung. Allerdings greifen diese Maßnahmen bei einer zu großen Taschentiefe nicht mehr. Sofern diese ein gewisses Ausmaß erreicht, ist die Zahnfleischtasche weder den Selbstreinigungsmechanismen noch der täglichen Zahnreinigung zugänglich.

Gemessen wird die Taschentiefe im Zuge des parodontalen Screenings (Zahnvorsorgeuntersuchung) mithilfe einer Parodontalsonde, welche in definierten Abständen eine Millimetermarkierung enthält. Damit kann der Zahnarzt genau den Abstand zwischen Zahnfleischrand und dem Boden der Zahnfleischtasche messen. Als Vorsorgeuntersuchung wird diese Leistungen aller zwei Jahre seitens der GKV finanziert.

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Tarifwechsel

Der Begriff Tarifwechsel wird heute im allgemeinen Sprachgebrauch oft irreführend verwendet – für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung bei einem neuen Anbieter. An dieser Stelle handelt es sich eigentlich nicht um einen Tarifwechsel im engeren Sinn, sondern den Wechsel der Versicherung. Aus dieser Tatsache heraus ergeben sich einige Besonderheiten.

Der eigentliche Tarifwechsel beruht hingegen auf der Umstellung des alten Zahntarifs auf ein neues Modell beim gleichen Versicherer mit beispielsweise höheren Leistungen zum gleichen Beitragssatz, einem Minderbeitrag bei gleicher Leistung usw. Das Ziel besteht in der Regel im Erreichen eines – aus Sicht des Versicherungsnehmers – finanziellen Vorteils.

Am Tarifwechsel besonders ist die Tatsache, dass eine Wartezeit – wie sie imVersicherungsvertragsgesetz üblich ist – oder Gesundheitsfragen beim reinen Tarifwechsel keine Rolle spielen. Dies gilt allgemein aber nur für jene Vertragsbestandteile, die mit dem alten Zahntarif identisch sind.

Entscheidet sich ein Versicherungsnehmer beispielsweise für eine höhere Leistungsqualität, kann der Versicherer für diese Teilbereiche des neuen Vertrags alle Einschränkungen des VVG geltend machen, die auch für einen Neukunden gelten. Problematisch kann die Umstellung in einen neuen Tarif werden, wenn Zahnbehandlungen oder gar Zahnersatz anstehen, da die Leistungen in diesem Zusammenhang niedriger ausfallen können als vom Versicherten angenommen.