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VonRedaktion

Xilit

Xylit ist ein Pentitol, es gehört damit zu den Zuckeralkoholen. Seine Entdeckung verdankt der Stoff Hermann Emil Fischer, dem späteren Nobelpreisträger. Ähnlich Sorbitol (ein weiterer Zuckeralkohol) kommt Xylit natürlich in verschiedenen Fruchtsorten und Baumrinden vor. Seine besondere Bedeutung verdankt der Zuckeralkohol Xylit unter anderem der Tatsache, dass es anti-kariogene Wirkung hat.

Dabei erreicht Xylit trotzdem fast die gleiche Süßkraft wie handelsüblicher Haushaltszucker, ist dabei aber deutlich energieärmer. Da der Konsum von Xylit keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat, eignet sich der Zuckeralkohol hervorragend als Zuckerersatzstoff bei Stoffwechselerkrankungen.

Die anti-kariogene Wirkung des Xylits ist inzwischen seit mehreren Jahrzehnten bekannt. Dabei haben Studien gezeigt, dass der Zuckeralkohol das Entstehen der Zahnerkrankung in erheblichem Umfang positiv beeinflussen kann. Speziell mehrere Studien aus Skandinavien haben diese Wirkung des Xylits unter Beweis gestellt.

Als ein Faktor für die besondere Wirkung des Zuckeralkohols wird die Tatsache angesehen, dass Xylit durch kariesverursachende Bakterien wie Streptococcus mutans zwar aufgenommen werden kann, dessen besondere Struktur aber keine Verstoffwechselung des Zuckeralkohols erlaubt. Bei Anwesenheit von Xylit wird zudem die Aufnahme jener Zuckermoleküle gehemmt, welche den Mikroorganismen als Energiereservoir dienen. Letztlich führt das Xylit zu einer deutlichen Reduktion der kariogene Bakterien.

Aufgrund dieser Tatsache nimmt bei regelmäßiger Xylit-Aufnahme nicht nur das Risiko für Karies ab. Da die Zahnsubstanz durch die verminderte Keimanzahl weniger stark unter Druck steht, kann die Remineralisation störungsfrei verlaufen, weshalb es zu einem schnelleren Verschluss von Kavitäten im Zahn kommt.