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Mittwoch, den 28. Juni 2017

Erstattungsbeispiele für die Zahnzusatzversicherung aus der Praxis


Erstattungsbeispiele für die Zahnzusatzversicherung aus der Praxis13,8 Mio. Bundesbürger verfügten laut PKV-Verband im Jahr 2013 über eine Zahnzusatzversicherung. Eine beachtliche Anzahl - bei einem Vertragsbestand von 23,5 Mio. Zusatztarifen, die gesetzlich Versicherte im gleichen Zeitraum in den verschiedenen Vorsorgebereichen unterhalten haben.

Der wesentliche Sinn und Zweck, den diese zusätzliche Absicherung hat, ist klar: Kassenpatienten wollen das finanzielle Risiko teurer Zahnarztbehandlungen minimieren. Gerade die Bereiche Zahnersatz, Kieferorthopädie und Implantologie können erhebliche Kosten verursachen.

Viele Kassenpatienten haben trotz dieser Tatsache keine genaue Vorstellung davon, was sie im Ernstfall an Ausgaben erwartet. Einige praxisnahe Rechenbeispiele sollen deshalb deutlich machen, wie teuer Ihre Behandlung beim Zahnarzt werden kann, welche Kosten Sie zu tragen haben - und wie eine Zahnzusatzversicherung Ihnen finanziell unter die Arme greift.

Wichtig: Wenn Sie Leistungen beim Zahnarzt in Anspruch nehmen und diese der vorgesehenen Regelversorgung entsprechen, wird die gesamte Behandlung nach dem Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA) abgerechnet. Eine Versorgung darüber hinaus bringt die Gebührenordnung der Zahnärzte (GOZ) mit ins Spiel.

Rechenbeispiel Nr. 1: Erhaltungsfähiger Zahn mit Krone

Angenommen, bei Ihnen findet der Zahnarzt folgende Situation vor: Ein Backenzahn (beispielsweise Nummer 36) weist erhebliche Schäden auf, ist aber in einem noch erhaltungswürdigen Zustand. Die Behandlung soll im Rahmen einer metallischen Vollkrone erfolgen.

Wirft man mit diesen Informationen einen Blick in das BEMA-Verzeichnis (BEMA-Nr. 20a), ergibt sich für die zahnmedizinischen Leistungen eine Punktzahl von 148, welche mit einem Punktwert von 0,8358 Euro* zu multiplizieren ist. Das Ergebnis wären Behandlungskosten (Präparation, Bissabnahme, Einprobe, Zementation usw.) in Höhe von 123,70 Euro. Darüber hinaus werden

  • eine provisorische Krone (BEMA-Nr. 19),
  • Planungsmodelle (BEMA-Nr. 7b),
  • individuelle Abformungen (BEMA-Nr. 98a) und
  • die Wiedereingliederung bzw. Abnahme des provisorischen Zahnersatzes (BEMA-Nr. 24c)

in der Regelversorgung berücksichtigt. Alles zusammen ergibt eine Punktzahl von 222. Aus einem Punktwert von 0,8358 Euro* ergeben sich damit Kosten von 185,55 Euro. Hierzu kommen noch die labormedizinischen Aufwendungen, die sich von Zahnlabor zu Zahnlabor unterscheiden können, für das Beispiel aber bei etwa 300 Euro liegen sollten.

Unter dem Strich warten auf Sie als Patient Kosten in Höhe von 485,55 Euro. Unter der Annahme, das es sich hier um die Regelversorgung handelt, ergibt sich ein Festkostenzuschuss für die angedachte Überkronung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung von

242,78 Euro                 ohne Bonus durch regelmäßige Vorsorge,
291,33 Euro                 mit 20 Prozent Bonus durch regelmäßige Vorsorge bzw.
315,61 Euro                 mit 30 Prozent Bonus durch regelmäßige Vorsorge.

Die Folge: Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung verbleibt ein Eigenanteil von bis zu 242,78 Euro.

Rechenbeispiel Nr. 2: Fehlender Zahn, der mit einer Brücke versorgt werden muss

Im zweiten Praxisbeispiel geht es um eine typische Situation, die Zahnärzten regelmäßig begegnet - eine Lücke zwischen zwei Zähnen. Die einfachste Variante, diesen fehlenden Zahn zu ersetzen ist eine Brücke. Dabei handelt es sich um einen Zahnersatz, der die Lücke durch Verwendung von zwei Pfeilerzähnen schließt. In der Regelversorgung enthalten sind unter anderem BEMA-Nummern, wie

  • das Provisorium, dessen Abnahme und Wiederbefestigung (BEMA-Nr. 19 und 95d),
  • Planungsmodelle (BEMA-Nr. 7b),
  • eine Beseitigung von Artikulationsstörungen (BEMA-Nr. 89),
  • Brückenanker als metallische Vollkrone (BEMA-Nr. 91a; je Pfeilerzahn) und
  • die Brückenspanne (BEMA-Nr. 92).

Insgesamt ergibt sich aus den einzelnen vorgesehenen Behandlungsschritten des Beispiels eine Punktzahl von 437 Punkten für eine dreigliedrige Brücke (metallische Vollkronen). Multipliziert mit dem Punktwert für Zahnersatz von 0,8358 Euro* ergeben sich allein für die Zahnarztleistungen Kosten von knapp 365,24 Euro. Rechnet man hier noch den labormedizinischen Aufwand hinzu, der durchaus bei 400 Euro oder mehr liegen kann, ergeben sich für den Zahnersatz als Brückenkonstruktion Gesamtkosten von rund 750 Euro - plus X, denn je nach Ausführung, Material und Zahnlabor sind deutlich höhere Behandlungskosten möglich.

Die Festzuschüsse der Krankenkassen** liegen bei

319,77 Euro                 ohne Bonus durch regelmäßige Vorsorge,
383,72 Euro                 mit 20 Prozent Bonus durch regelmäßige Vorsorge bzw.
415,70 Euro                 mit 30 Prozent Bonus durch regelmäßige Vorsorge.

Sie als Kassenpatient müssen also im ungünstigen Fall (ohne regelmäßige Vorsorge in den letzten fünf Jahren) mit einem Eigenanteil von etwa 400 Euro – 450 Euro rechnen.

Und der Eigenanteil droht noch höher zu werden - wenn Sie sich für eine von der Regelversorgung abweichende Behandlung entscheiden. Eine gleichartige Versorgung - etwa in Form einer Verblendung der Metallbrücke - lässt sich finanziell vielleicht noch verschmerzen. Wirklich teuer wird es aber im Fall der andersartigen Versorgung, also wenn Sie sich nicht für die Brücke, sondern ein Implantat entscheiden.

Rechenbeispiel Nr. 3: Ein fehlender Zahn, der als Implantat ersetzt wird

Um fehlende Zähne durch Implantate zu ersetzen, muss nach der Extraktion und dem Abheilen im Kieferknochen das eigentliche Implantat als Basis des sichtbaren Zahnersatzes verankert werden. Auf dieses wird in weiteren Behandlungsschritten die Suprakonstruktion aufgebracht. Gemessen am Aufwand und den Kosten gehören Implantate zu den teuersten Varianten des Zahnersatzes.

Da Sie sich in den meisten Fällen mit der Entscheidung zum Implantat außerhalb der Regelversorgung bewegen, rechnet der behandelnde Zahnarzt über die GOZ ab. Allein die Kosten für das Einsetzen des Implantats bzw. die Vorbereitungen (wie das Anlegen der Bohrungen im Kieferknochen, Hygienisierung und Panoramaschichtaufnahme), können sich auf 900 Euro bis 1.100 Euro (oder mehr) je Zahnlücke belaufen. Hinzu kommen noch die Kosten der Suprakonstruktion, die je nach Ausführung, Material, Schwierigkeit der Behandlung und Zahnlabor variieren können, sich aber schnell auf 1.000 Euro belaufen. Unterm Strich stehen für den Zahnersatz also Kosten von etwa 1.900 Euro - oder deutlich mehr.

Das Problem: Auch, wenn Sie sich für einen andersartigen Zahnersatz entschieden haben erhalten Sie von der Krankenkasse nur den Zuschuss der Regelversorgung - also 319,77 Euro (analog zu Beispiel 2). Ihr Eigenanteil steigt beim Griff zum Implantat damit schnell auf einen vierstelligen Eurobetrag.

Niedrigerer Eigenanteil dank Zahnzusatzversicherung

Die Kosten für Behandlungen beim Zahnarzt sind gerade in Bereichen wie dem Zahnersatz erheblich. Angenommen, Sie haben einen Zusatztarif abgeschlossen, der 65 Prozent der Kosten - abzüglich der Kassenerstattung - ersetzt.

Für Rechenbeispiel 1 erstattet der Versicherer also

72,83 Euro (65 Prozent von 485,55 Euro sind 315,61 Euro abzüglich 242,78 Euro Festzuschuss).

Für Rechenbeispiel 2 erhalten Sie

167,73 (65 Prozent von 750 Euro sind 487,50 Euro abzüglich 319,77 Euro Festzuschuss).

Für Rechenbeispiel 3 erhalten Sie

915,23 Euro (65 Prozent von 1.900 Euro sind 1.235 Euro abzüglich 319,77 Euro Festzuschuss).


Noch vorteilhafter die Situation bei einer Leistungsobergrenze von 85 Prozent.


Für Rechenbeispiel 1 erstattet die Zusatzversicherung in diesem Fall

169,94 Euro (85 Prozent von 485,55 Euro sind 412,72 Euro abzüglich 242,78 Euro Festzuschuss).

Für Rechenbeispiel 2 erhalten Sie

317,73 Euro (85 Prozent von 750 Euro sind 637,50 Euro abzüglich 319,77 Euro Festzuschuss).

Für Rechenbeispiel 3 erhalten Sie

1.295,23 Euro (85 Prozent von 1.900 Euro sind 1.615 Euro abzüglich 319,77 Euro Festzuschuss).


Angesichts dieser Beispiele wird der Nutzen einer Zahnzusatzversicherung deutlich. Haben Sie Interesse an einer Absicherung Ihres strahlenden Lächelns und wollen sich vor hohen finanziellen Risiken schützen, nutzen Sie unseren Zahnzusatzversicherungsvergleich, um günstige und leistungsstarke Zusatzversicherungen zu finden.


*- alle Punktwertangaben beziehen sich auf die Veröffentlichungen der Zahnärztliche Körperschaften Westfalen-Lippe Stand Juli 2015 (Krankenkasse = Primärkasse)

**- bezogen auf die Veröffentlichungen der KZBV Stand Juli 2015


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