Kieferorthopädie (KFO) bei Zahnversicherungen

Kieferortopädische Eingriffe sind teuer und müssen häufig mitbezahlt werden. Eine Zahnzusatzversicherung schafft hier Abhilfe und übernimmt einen Großteil der Kosten. Ein strahlendes Lächeln gehört heute zum guten Ton. Neben der ästhetischen Komponente, fällt dabei natürlich auch der gesundheitliche Aspekt ins Gewicht. Zahnerkrankungen sind aber nicht nur Karies oder Parodontitis. Oft vergessen wird an dieser Stelle das Thema Kieferorthopädie (auch als  Dento-Maxilläre Orthopädie) bezeichnet.

Hierbei geht es im Wesentlichen um das:

  • Erkennen
  • Verhüten
  • Behandeln
von Fehlstellungen der Kiefer und Zähne. Meist denkt man an dieser Stelle zuerst an die Zahnspange. Die Kieferorthopädie geht aber weit darüber hinaus. Behandelt werden unter anderem:
  • Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Spalte
  • maxilläre Retrognathie usw.

Was kostet eine KFO-Behandlung?

Die Behandlungskosten für kieferorthopädische Maßnahmen lassen sich nicht ohne Weiteres erfassen. Schuld ist die Bandbreite unterschiedlicher Diagnosen und individueller Befundsituationen. Allerdings sollte man sich als Patient auf Kosten einstellen, die schnell oberhalb der 1.000 Euro Grenze und deutlich darüber liegen (Stiftung Warentest hat in einem Artikel aus dem Jahr 2009 schon von 4.000 Euro und mehr gesprochen).

Besonders aufgrund der Behandlungsdauer einiger Diagnosen sind in der Praxis sogar Aufwendungen von über 10.000 Euro denkbar. Das Problem: Kieferorthopädische Maßnahmen werden in der gesetzlichen Krankenversicherung nur eingeschränkt übernommen.

An dieser Stelle muss klar zwischen verschiedenen Patientengruppen unterschieden werden. Die Kostenübernahmekriterien bei Kindern und Erwachsenen sind nicht identisch.

Kinder versus Erwachsene – was leistet die GKV

Erwachsene erhalten als Mitglied der GKV nur in Ausnahmefällen eine KFO-Behandlung, wenn diese beispielsweise in Kombination mit einer kieferchirurgischen Operation erfolgt. Bei Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sieht die Situation anders aus. Hier richtet sich die Frage der Übernahme von Behandlungskosten nach den sogenannten kieferorthopädischen Indikationsgruppen. Lesen Sie mehr zum Thema Zahnzusatzversicherung für Kinder hier.

Erklärvideo zum Thema Kieferorthopädie

Letztere stellen insgesamt fünf Diagnosegruppen dar, anhand derer die Schwere einer Fehlstellung erfasst wird. In der GKV ist für Kinder ab KIG 3 eine Behandlung vorgesehen.

An dieser Stelle ergeben sich zwei Probleme. Einmal müssen Eltern für Behandlungen in KIG 1 und KIG 2 die Kosten komplett privat tragen. Auf der anderen Seite übernehmen die Kassen zuerst nur 80 Prozent der Behandlungskosten, solange die Therapie läuft. Erst mit deren Abschluss können sich betroffene Familien die verbleibenden Aufwendungen erstatten lassen.

Privat vorsorgen: Zahnzusatzversicherung mit KFO

Familien mit Kindern stehen einem realen Kostenrisiko gegenüber. Die Kieferorthopädie kann über die Leistungen der GKV hinaus, auch durch die Inanspruchnahme von Mehrleistungen teurer werden. Aufgrund dessen hat sich im Bereich der Zahnzusatzversicherung die KFO als spezieller Leistungsbereich entwickelt.

An dieser Stelle muss aber klar darauf hingewiesen werden, dass nicht jeder Tarif einen entsprechenden Leistungsbaustein enthält. Parallel unterscheiden sich die Tarife in den Leistungsdetails deutlich. Einige Versicherer decken lediglich das Risiko bis zum 18. Lebensjahr ab, andere gehen mit dem 21. Lebensjahr etwas weiter.

Worauf sollte man zudem achten?

  • die absoluten Erstattungshöhen der Tarife,
  • Abzüge für Behandlungen ohne GKV-Vorleistung (z. B. bei KIG 1 – 2),
  • Summenbegrenzungen für die KFO,
  • eventuell vorhandene Einschränkungen und
  • Wartezeiten.
Letztere können an dieser Stelle bis zu acht Monate betragen. Damit entsteht trotz Abschluss einer entsprechenden Versicherung eine Lücke.

Sie sind auf der Suche nach einer Zahnzusatzversicherung mit kieferorthopädischen Leistungen wissen aber nicht, welcher Tarif zu Ihnen passt? Nutzen Sie unsere Beratungsangebote und finden den optimalen Versicherungsschutz für Ihre Familie.

Zahnzusatzversicherung mit KFO: Wann am besten abschließen?

Das Thema Wartezeit ist bei der Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie nicht die einzige Herausforderung. Allgemein werden Kosten für Behandlungen nur erstattet, solange diese vor Abschluss der Versicherung nicht begonnen wurden.

Bereits das Anraten des Zahnarztes zu einer Therapie, also die Stellung einer Diagnose, kann hier zum Problem werden. Aufgrund dieser Tatsache wird natürlich eines klar: Eltern müssen früh aktiv werden. Die Schwierigkeit besteht darin, den optimalen Zeitpunkt zu finden.

Erste Beobachtungen in der KFO werden bereits im Zuge des Milchzahndurchbruchs vorgenommen. Für einige Diagnosen kann die Behandlung bereits mit der Vollständigkeit des Milchgebisses erfolgen. Spätestens mit diesem Zeitpunkt kann man sich als Eltern über den Versicherungsschutz der Kinder Gedanken machen. Spätestens mit dem Beginn des Zahnwechsels rückt dieses Thema weiter in den Vordergrund.

Gesunde Zähne und ein strahlendes Lächeln sind es wert, erhalten zu werden. Sprechen Sie mit uns, wenn Ihnen der bisherige Versicherungsschutz nicht ausreicht.