Backenzähne

Die Backenzähne schließen das Gebiss – ausgehend von den Schneidezähnen – zum Rachenraum hin ab und haben in erster Linie die Funktion, aufgenommene feste Nahrungsbestandteile vor der Passage durch die Speiseröhre in den Magen-Darm-Trakt zu zerkleinern. In unterschiedlicher Ausprägung angelegt, werden die Backenzähne in Molare (Dentes molares; die hinteren Backenzähne) sowie die Prämolaren (Dentes praemolares, die vorderen Backenzähne) unterteilt.

Bei einem Erwachsenen entsteht nach dem Zahnwechsel im Idealfall ein verkürztes Gebiss mit zwei Prämolaren je Seite (Nr. 14, 15, 24, 25, 34, 35, 44, 45 im Zahnschema; Ober- und Unterkiefer) und drei Molaren. Letztere umfassen eine Besonderheit – die Weisheitszähne (Dentes serotini). Dabei handelt es sich um die hintersten Backenzähne, deren Mineralisation erst sehr spät abgeschlossen ist, da der Durchbruch mitunter erst im Erwachsenenalter erfolgt. Aufgrund von Wachstumsunregelmäßigkeiten müssen die Weisheitszähne bei vielen Patienten entfernt werden, um Fehlstellungen der Nachbarzähne zu vermeiden.

Im Milchzahngebiss existieren weder Weisheitszähne noch die anderen beiden späteren Molarenpaare, diese entwickeln sich erst nach dem Zahnwechsel. Die Aufgaben der hinteren Backenzähne übernehmen im Milchgebiss die Prämolaren.