Karies

ICD-10 Codierung: Zahnkaries (K02.-)

Karies – auch als Zahnkaries, Caries dentium oder Zahnfäule bezeichnet – ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz, Dentin). Als einer der auslösenden Hauptfaktoren gilt die Anwesenheit bestimmter säurebildender Mikroorganismen in Zahnbeläge (Plaque). Letztere verarbeiten Kohlehydrate aus der Nahrung, es kommt zu Demineralisierungen. Dabei werden Phosphatverbindungen aus der Zahnhartsubstanz gelöst. Die dabei entstehenden Läsionen können immer weiter fortschreiten. Ohne frühzeitige Behandlung kann Zahnkaries früher oder später das Pulpencavum erreichen.

Karies verläuft in mehreren Stadien:

  1. Initialkaries – Kariesvorstufe; helle Flecken auf dem Zahmschmelz (Macula alba)
  2. Caries superficialis – Karies, die nur den Zahnschmelz betrifft
  3. Caries media – Übergang vom Schmelz ins Dentin
  4. Caries profunda – Karies hat zwei Drittel des Dentins zum Pulpencavum durchdrungen
  5. Caries penetrans – Karies erreicht Pulpencavum; Verbindung von Mundhöhle zum Zahnnerv.

Unbehandelt kann Zahnkaries nicht nur zum Durchbruch vom Zahnschmelz ins Pulpencavum führen. Durch die Verbindung dringen Mikroorganismen ein – es droht eine Pulpitis (Zahnnerventzündung). Letztere führt im schlimmsten Fall zum Absterben des Zahnnervs und zieht eine Wurzelbehandlung oder die Zahnextraktion nach sich. Die Entfernung des Belags bzw. eine Unterstützung der Remineralisation sind wesentliche Aspekte der Vorbeugung gegen Zahnkaries.