Zahnstaffel

VonRedaktion

Zahnstaffel

Der Begriff Zahnstaffel hat sich im Bereich der Zahnzusatzversicherung dort eingebürgert, wo die Versicherer mit einer Jahreshöchstleistung arbeiten. Kern der Zahnstaffel ist eine im zeitlichen Verlauf ansteigende Leistung der Versicherer. Beispiel: Im ersten Versicherungsjahr übernimmt die Gesellschaft maximal 1.500 Euro.

Für das zweite Versicherungsjahr sehen die Vertragsbedingungen bereits 1.750 Euro vor, in Jahr drei steigt die Summe auf 2.000 Euro. Nach einem Zeitraum von fünf bis sechs Versicherungsjahren entfällt in den meisten Tarifen der Zahnzusatzversicherung eine Begrenzung der Leistungen durch die Zahnstaffel.

Versicherungsnehmer sind dennoch aufgefordert, die Bestimmungen zu ihrem Vertrag eingehend zu prüfen. Gerade im Bereich der Basisschutzvarianten besteht durchaus die Gefahr, dass Summenbegrenzungen dauerhaft in den Vertrag integriert werden. Wichtig: Die Aufhebung der Zahnstaffel bezieht sich im Regelfall nur auf die Kernleistungen der Zahnzusatzversicherung. Leistet ein Versicherer auch für Vorsorgemaßnahmen wie die PZR, gelten hier allgemein die vertraglichen Höchstsummen ohne Rücksicht auf gestaffelte Leistungssummen.

Die Zahnstaffel wird seitens der Versicherer aus einem Grund in Versicherungsverträge integriert. Es geht den Unternehmen darum, die Leistungsansprüche von Neukunden gegenüber dem Versicherungskollektiv zu begrenzen. In Kombination mit der Karenz-/Wartezeit des Versicherungsvertragsgesetzes wird verhindert, dass Patienten, denen eine teure Zahnbehandlung droht, sich versichern und anschließend ihre Zahnzusatzversicherung uneingeschränkt in Anspruch nehmen.

Wichtig: Die Zahnstaffel hebt die Leistungsausschlüsse in einem Tarif, die sich aus den Versicherungsbedingungen bezüglich fehlender Zähne bzw. wegen einer bereits begonnenen Behandlung ergeben, nicht auf. Patienten müssen sich an dieser Stelle im Klaren darüber sein, dass selbst Premiumtarife hier allgemein keine Kostenerstattung vorsehen.

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